Nakshatras – Mondhäuser
Siebenundzwanzig Mondhäuser des alten Indien
Die Zeichen
Geschichte & Ursprung
Die nakshatras sind der wahrhaft alte Himmel Indiens — älter als die zwölf Tierkreiszeichen und, anders als diese, vollkommen einheimisch. Sie sind die Mondhäuser: die siebenundzwanzig (in manchen Texten achtundzwanzig) Sternengruppen, die der Mond durchläuft, während er einmal im Monat den Himmel umkreist. Und sie sind alt: Die nakshatras werden bereits im Rig Veda und im Atharva Veda genannt, den ältesten Schichten der sanskritischen Schriften.
Wie alt genau, das mögen uns die Sterne selbst verraten. Die Listen beginnen oft mit Krittika — den Plejaden — und Krittika markiert den Anfang, weil es, als das System festgelegt wurde, zur Frühlingstagundnachtgleiche genau im Osten aufging. Die Präzession hat die Tagundnachtgleiche seither verschoben, und Gelehrte, die diese Verschiebung zurückrechnen, verorten den Ursprung der nakshatra-Tradition um etwa 2000 v. Chr. oder früher. Das ist Astronomie von echtem Alter, im Subkontinent beheimatet.
Die nakshatras sind ein Mondsystem, und das hebt sie vom solaren Tierkreis ab. Dein nakshatra ist das Haus, in dem der Mond bei deiner Geburt stand, nicht das Zeichen der Sonne — eine andere und ältere Art, den Himmel zu lesen. Jedes hat seine eigene Gottheit, sein eigenes Symbol und Wesen, und die Zahl ist wahrhaft lunar: siebenundzwanzig Häuser für die rund siebenundzwanzig Tage, die der Mond braucht, um zum selben Stern zurückzukehren. (Ein achtundzwanzigstes, Abhijit, „die Siegreiche", wurde später beiseitegelassen, um die runde Zahl zu wahren.)
Dies also ist eines der echten. Während die zwölf rashi-Zeichen der indischen Astrologie in den ersten Jahrhunderten n. Chr. von den Griechen übernommen wurden, waren die nakshatras schon lange zuvor da — eine einheimische vedische Astronomie, die die Inder nie aufgehört haben zu verwenden und die noch heute in ganz Südasien zentral ist, um Kindern Namen zu geben, Hochzeiten festzulegen und günstige Tage zu wählen. Das nakshatra, das wir dir geben, ist ein wahrhaft altes indisches Zeichen, kein geliehenes.