Sufi-Astrologie
Mystische islamische Astrologie der Sufi-Orden
Die Zeichen
Geschichte & Ursprung
Es gibt eine echte und tiefe sufische Zuwendung zum Himmel, und sie hat einen Namen: Ibn 'Arabi. Der große andalusische Mystiker (1165–1240), von den Sufis der „Größte Meister“ genannt, errichtete eine ganze Kosmologie aus dem Himmel — aber nicht die, die man erwarten würde. In ihrem Zentrum stehen nicht zwölf Tierkreiszeichen, sondern die achtundzwanzig Mondhäuser, die er als die geistigen Stationen deutete, die eine Seele auf ihrem Aufstieg zu Gott durchschreitet.
Was er mit ihnen tat, ist außergewöhnlich. Ibn 'Arabi ordnete die achtundzwanzig Mondhäuser den achtundzwanzig Buchstaben des arabischen Alphabets zu und beide zugleich achtundzwanzig der Göttlichen Namen — sodass sich die gesamte Schöpfung, Haus für Haus und Buchstabe für Buchstabe, als eine Äußerung des „Hauchs des Erbarmers“ entfaltet. Der Mond wird zu einem polierten Spiegel des göttlichen Lichts. Dies ist Mystik höchsten Ranges, eine Karte des Seins, keine Vorhersage von Ereignissen.
Und das ist der ehrliche Haken. Der Sufismus ist keine wahrsagende Astrologie und war es nie; der Mainstream-Islam verbietet die Weissagung, und Ibn 'Arabi schrieb geistige Kosmologie, er erstellte keine Geburtshoroskope. Es gab keinen klassischen „Sufi-Tierkreis“ aus zwölf Geburtszeichen, die auf die Persönlichkeit hin gedeutet wurden. Jene Anordnung mit zwölf Zeichen — die hier gezeigte — ist eine moderne Verpackung, die den vertrauten Tierkreis über die Mystik der sufischen Tradition legt.
Deshalb stellen wir sie mit Sorgfalt vor. Die Zeichen hier sind die gewöhnlichen babylonisch-griechischen zwölf, gekleidet in sufische Atmosphäre; der echte sufische Himmel ist etwas Selteneres und Tieferes — Ibn 'Arabis achtundzwanzig Mondhäuser, seine Buchstaben und Göttlichen Namen, die lange sufische Betrachtung des Himmels als Leiter zum Realen. Das Horoskop ist modern; die Mystik unter dem Namen ist authentisch und leuchtend sufisch.