Julungwangi
Du bist im Wuku Julungwangi geboren, Woche 9 von 30 des balinesischen Pawukon.
Julungwangi ist die neunte der dreißig Siebentagewochen (Wuku) des Pawukon, jenes 210-tägigen Zyklus, nach dem sich auf Bali die meisten religiösen Zeremonien richten. Alle 210 Tage, am selben Tag des Zyklus, feiern Balinesen ihr Oton – den Jahrestag ihrer Geburt nach dem Pawukon.
Quelle: F. B. Eiseman Jr., Bali: Sekala & Niskala, vol. I: Essays on Religion, Ritual, and Art (Periplus 1990), ch. 17 “Balinese Calendars”, ch. 9 “Rites of Passage”; E. M. Reingold & N. Dershowitz, Calendrical Calculations, Ultimate ed. (Cambridge University Press 2018), ch. 12
- Position im Pawukon
- Woche 9 von 30
- Titel Gottes in diesem Wuku
- Im balinesischen Lontar Tutur Gong Besi trägt Gott (Bhatara Dalem) in diesem Wuku den Titel Sanghyang Sambhu.
Im Tutur Gong Besi
- Baum
- cempaka (Magnolia champaca)
- Vogel
- kutilang (Pycnonotus aurigaster)
- Kala des Wuku
- Das Kala dieses Wuku hält sich im Süden auf: Reise ihm nicht entgegen.
Quelle: Tutur Gong Besi, lontar, transliteration (alih aksara), Pusat Dokumentasi Dinas Kebudayaan Provinsi Bali, “Nihan paukonan”; R. A. Putri, V. I. Ekowati & G. N. Dwiadmojo, “Avian diversity and ethnoornithology in Pawukon”, Journal of Ethnobiology and Ethnomedicine 22 (2026), art. 43, Table 1
Wie der Duft einer Blume: süß in der Rede, in jeder Arbeit bewandert, fähig, Gutes zu bewirken, doch ihr Herz wird schnell überdrüssig, und sie wenden sich dem Unglück zu. Leicht zu überreden und mitfühlend, wenngleich sie es mögen, dass man von ihrer Güte weiß. Wie ihr Bülbül reden sie viel, und die Ihren folgen ihnen; wie ihr Cempaka gütig, süß in der Rede und von vielen geliebt. Die Gefahr: ein Tiger.
Unsere Übersetzung aus: Tutur Gong Besi, lontar, transliteration (alih aksara), Pusat Dokumentasi Dinas Kebudayaan Provinsi Bali, “Nyan awatekan anut ring uku”, “Nihan paukonan”
Besondere Tage in diesem Wuku
- Dienstag: Anggara Kasih
An diesen Tagen treffen zwei Wochen des Pawukon zusammen: Kajeng Kliwon alle 15 Tage, die übrigen fünf alle 35. Sie verlangen besondere Opfergaben und Gebete – manche gelten als gute, manche als schlechte Tage –, und Tempelfeste wie Übergangsriten werden oft auf sie gelegt. An Kajeng Kliwon, so glaubt man, sind böse Geister unterwegs.
Quelle: F. B. Eiseman Jr., Bali: Sekala & Niskala, vol. I: Essays on Religion, Ritual, and Art (Periplus 1990), ch. 17 “Balinese Calendars”; R. Goris, “Holidays and Holy Days”, in J. L. Swellengrebel (ed.), Bali: Studies in Life, Thought, and Ritual (W. van Hoeve 1960); E. M. Reingold & N. Dershowitz, Calendrical Calculations, Ultimate ed. (Cambridge University Press 2018), ch. 12