Sungsang
Du bist im Wuku Sungsang geboren, Woche 10 von 30 des balinesischen Pawukon.
Sungsang ist die zehnte der dreißig Siebentagewochen (Wuku) des Pawukon, jenes 210-tägigen Zyklus, nach dem sich auf Bali die meisten religiösen Zeremonien richten. Alle 210 Tage, am selben Tag des Zyklus, feiern Balinesen ihr Oton – den Jahrestag ihrer Geburt nach dem Pawukon.
Quelle: F. B. Eiseman Jr., Bali: Sekala & Niskala, vol. I: Essays on Religion, Ritual, and Art (Periplus 1990), ch. 17 “Balinese Calendars”, ch. 9 “Rites of Passage”; E. M. Reingold & N. Dershowitz, Calendrical Calculations, Ultimate ed. (Cambridge University Press 2018), ch. 12
- Position im Pawukon
- Woche 10 von 30
- Titel Gottes in diesem Wuku
- Im balinesischen Lontar Tutur Gong Besi trägt Gott (Bhatara Dalem) in diesem Wuku den Titel Sanghyang Gana. Die von Raffles (1817) aufgezeichnete javanische Liste nennt stattdessen Gana Kumara.
Quelle: Tutur Gong Besi, ed. Dinas Kebudayaan Provinsi Bali (2002), quoted in K. Subagiasta, “Nilai-Nilai Agama Hindu dalam Tutur Gong Besi”, Warta Hindu Dharma no. 474 (PHDI, July 2006); T. S. Raffles, The History of Java, vol. I (London 1817), ch. VIII
Im Tutur Gong Besi
- Baum
- tangan
- Vogel
- nori (Psittinus)
- Kala des Wuku
- Das Kala dieses Wuku hält sich im Osten auf: Reise ihm nicht entgegen.
Quelle: Tutur Gong Besi, lontar, transliteration (alih aksara), Pusat Dokumentasi Dinas Kebudayaan Provinsi Bali, “Nihan paukonan”; R. A. Putri, V. I. Ekowati & G. N. Dwiadmojo, “Avian diversity and ethnoornithology in Pawukon”, Journal of Ethnobiology and Ethnomedicine 22 (2026), art. 43, Table 1
Wie die Hibiskusblüte: zum Zorn geneigt, doch lassen sie sich zügeln. Unruhigen Herzens; fleißig und sorgfältig bei der Arbeit, festen Herzens, doch fremdem Gut zugetan. Wie ihr Papagei geben sie mit vollen Händen aus und sind gierig, und ihr Gewinn kommt von weit her. Die Gefahr: vom Eisen getroffen zu werden.
Unsere Übersetzung aus: Tutur Gong Besi, lontar, transliteration (alih aksara), Pusat Dokumentasi Dinas Kebudayaan Provinsi Bali, “Nyan awatekan anut ring uku”, “Nihan paukonan”
Heilige Tage in diesem Wuku
Von Mittwoch bis Freitag in Sungsang liegen die drei Sugian-Tage – Sugian Tenten, Sugian Jawa und Sugian Bali –, die auf das bevorstehende Galungan-Fest vorbereiten.
Quelle: F. B. Eiseman Jr., Bali: Sekala & Niskala, vol. I: Essays on Religion, Ritual, and Art (Periplus 1990), ch. 17 “Balinese Calendars”
An Sugian Bali, dem Freitag, werden Opfergaben mit heiligem Wasser zur Reinigung dargebracht, und man glaubt, dass die vergöttlichten Ahnen auf die Erde herabsteigen – fünf Tage vor Galungan.
Quelle: R. Goris, “Holidays and Holy Days”, in J. L. Swellengrebel (ed.), Bali: Studies in Life, Thought, and Ritual (W. van Hoeve 1960)
Besondere Tage in diesem Wuku
- Sonntag: Pengembang
- Freitag: Kajeng Kliwon
An diesen Tagen treffen zwei Wochen des Pawukon zusammen: Kajeng Kliwon alle 15 Tage, die übrigen fünf alle 35. Sie verlangen besondere Opfergaben und Gebete – manche gelten als gute, manche als schlechte Tage –, und Tempelfeste wie Übergangsriten werden oft auf sie gelegt. An Kajeng Kliwon, so glaubt man, sind böse Geister unterwegs.
Quelle: F. B. Eiseman Jr., Bali: Sekala & Niskala, vol. I: Essays on Religion, Ritual, and Art (Periplus 1990), ch. 17 “Balinese Calendars”; R. Goris, “Holidays and Holy Days”, in J. L. Swellengrebel (ed.), Bali: Studies in Life, Thought, and Ritual (W. van Hoeve 1960); E. M. Reingold & N. Dershowitz, Calendrical Calculations, Ultimate ed. (Cambridge University Press 2018), ch. 12